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Aufhausen

Aufhausen im Historischen Ortsnamenbuch von Bayern

31. Aufhausen [7/11]Gde. Altenerding, D., 141 Einw., 26 Wgb., zur kath. Pf. Altenerding; seit 1. 7. 1972: St. Erding; ma. auf' hiusn
Vor 788 macht Gotahelm mit Erlaubnis des Herzogs Tassilo eine Schenkung ad Samitun (an der Sempt) an Mondsee, die durch eine Urbarialnotiz um 1000 verdeutlicht wird: iuxta ripam Semita. . . Ufhusa hobae III ad ipsam curtem pertinentes. . . also einen Herrenhof mit 3 zugehörigen Huben 1. - 1221/64 Konrad und Ulrich de Vfhusen, genannt als domini der Levcart de Gruocchingen (Grucking 206) 2. - 1298 wird ein herzoglicher castellanus in Auf-hausen genannt 3. - ca. 1300 Aufhausen daz haus (= Burg) und zwen höf, herzogliches Lehen an die Preysinger 4. - 1315 Aufhausen, Filialkirche der Pf. (Alten-)Erding 5. - 1553 Aufhausen edlmansgsäs 6. -1558 Aufhausen, sitz und sedlhof, gehört Wilhelmen Alhartspeckhen erben, urbar aufn tasten Landshut 7. - 1579/89 Auf-hausen possessio nobilis 8.Zu and. üf, >auf, obengelegen< (vgl. Aufham 30) und mhd. hü s, >Haus, Gebäude 9, hier im Sinne von Herrenhaus. Später Überleitung in den Dativ Plural als Ortsnamennormalkasus. Der fiskalische Charakter des ONs wird bei der Ersterwähnung deutlich durch die
deutlich durch die herzogliche Schenkungserlaubnis.

1 Tr. Mondsee 89 f. - 4 Tr. Moosburg 217.3 KU Rote 77. - 4 MB 36/2, 143 bzw. Dachs, Aufhausen 9 f, - 9 Matt. Freising 3, 227. - 6 Kurbayern Geh, Landesarchiv 1052, 403. - Ebenda 1052, 706 f. -6 Apian- 9 Schützeichel, Ahd. Wörterbuch 89

Quelle: Historisches Ortsnamenbuch von Oberbayern, Altlandkreis Erding
Cornelia Baumann
Kommision für bayerische Landesgeschichte